Benötige Katzenrat!

Kätzi ist eine eigensinnige, ca. 6 Jahre alte Katzendame. Sie lebt bei meinen Eltern, ist Freigängerin total, d.h. sie kann kommen und gehen, wann sie will, und bringt regelmäßig… Leckereien, die manchmal noch zappeln, manchmal aber auch schon halb gegessen wurden.

Nun soll Kätzi aber bald eine Woche ohne meine Eltern verbringen, da die beiden sich nach einem Urlaub sehnen. Am liebsten wäre es meinen Eltern, wenn ich in dieser Zeit ebenfalls Urlaub nehmen würde, um Kätzi zu hüten.

Von dieser Idee bin ich nicht allzu begeistert, da es für mich herausgeworfene Urlaubstage wären, die ich damit verbringen würde, auf das Freigänger-Kätzi zu warten und mich im Haus meiner Eltern zu langweilen (Sorry, Ma, falls du das liest). Mike würde nämlich keinesfalls mitziehen und sich ins große Katzenabenteuer stürzen wollen.

Alternative: Ich schaue jeden Abend nach der 40 km entfernt lebenden Katz‘, nehme vielleicht an einem oder zwei Tagen frei, führe aber generell mein eigenes Leben. Morgens würde die Nachbarin nach Kätzi sehen und ihr Futter hinstellen. Die Katze wäre also nachts allein, morgens und abends würde sie aber gefüttert, bekuschelt und gekrault werden.

Hier jetzt meine Frage: Wie würdet ihr das Urlaubs-Problem lösen? Selbst Urlaub nehmen? Jeden Abend zum Kuscheln und Füttern hinfahren? Die Katze für einige Tage bei der Tochter (= Ciaran) unterbringen, auch wenn sie dort eine Wohnungskatze sein müsste? Kätzi in einer schönen Tierpension einquartieren, wo Ciaran sie Donnerstag Abend z.B. wieder abholen könnte, um sich dann das restliche Wochenende um sie zu kümmern?

Ich habe, ehrlich gesagt, ein schlechtes Gewissen, weil ich weder eine Woche meinen Urlaub bei meinen Eltern (die ja nicht da wären) verbringen, noch von dort aus eine Woche lang jeden Tag morgens um viertel vor sechs den Weg zur Arbeit antreten möchte. Denn Kätzi-Nächte sind für gewöhlich Nächte des unausgewogenen Schlafes…

Bin ich egoistisch? Ich habe ja gar kein Problem damit, das Kätzi zu bekümmern, nur übernachten möchte ich dort aus verschiedenen Gründen nicht.

Wie bringt ihr denn eure Freigänger-Katzen unter, wenn ihr im Urlaub seid?

6 Kommentare

Eingeordnet unter Tiere und Natur

6 Antworten zu “Benötige Katzenrat!

  1. Hmmm. Wir haben halt keine Freigänger… Trotzdem finde ich „Katze alleine lassen“ schlecht, da sie immer mal ziemlich krank oder nach einem Unfall nach Hause kommen könnte… *seufz* Und dann möchte man UNBEDINGT da sein… Klar, man muss arbeiten gehen. Schon. Trotzdem würde ich das gute Tier ungerne alleine lassen. Und ‚mitnehmen‘ ist für Katzendamen, die vermutlich auch ein Katzendamenrevier zu verteidigen haben, eher unschön. Und überhaupt: Neue Umgebung, neue Gerüche, neue Geräusche… Neeee, geht garnicht… Vermutlich würde ich die Vielfahrerei für eine Woche bevorzugen. Ist aber natürlich nur meine Präferenz…

  2. Wir haben jetzt dann ein ähnliches Problem, wenn wir im September in Urlaub fahren. Kann denn die Katze frei ein und aus gehen (per Katzenklappe oder geöffnetem Kellerfenster o.ä.)? Dann wäre das Problem ja nicht sooo groß, denn die Nachbarin könnte die Versorgung übernehmen und du könntest immmer mal wieder „nach dem Rechten“ schauen.Ein schlechtes Gewissen musst du mit Sicherheit nicht haben, denn es ist ja nicht DEIN Tier, für das DU verantwortlich bist. Tierpensionen sind für Freigänger meist nicht so das Wahre. Außerdem kriegt man jetzt zur Sommer-/Ferienzeit kaum Plätze (zumindest hier bei uns nicht = Großraum München. Was ich früher praktiziert habe, ist einen Studenten in meiner Wohnung wohnen zu lassen für die Zeit meiner Abwesenheit.LGPetra

  3. Ev

    Also, ich hab ’ne Knastkatze und ’n Freigänger und ich plädiere für die Ciaran-Alternative! Passieren in Form von Unfall oder Krankheit kann der Kätzi auch was, wenn niemand im Urlaub ist und eine Freigängerin in eine Katzenpension zu geben, halte ich für Tierquälerei; meine Knastkatze war in sowas gut untergebracht, verstört war sie trotzdem und wir zudem noch abgezockt. Unser Freigänger wurde von einer Nachbarin versorgt, war nicht verstört und hat sich tierisch schnurrend auf uns gestürzt, als wir wieder da waren, für ihr war alles gut, Knasti war noch für mehrere Tage im Quasischockzustand. Vielleicht kann eine Nachbarin Kätzi jeden Morgen Futter und Wasser frisch hinstellen und Du hast ein noch weniger schlechtes Gewissen mit Deiner wirklich guten Alternative.Katzen sind zum Glück keine Hunde, Freigänger erst recht nicht, und, auch wenn ich mich hier vielleicht unbeliebt mache, eine Katze ist ein Tier, kein pflegebedürftiger Mensch, die verkraftet, wenn sie versorgt wird, schon mal einige Tage Abwesenheit der Menschenfamilie. Bei unseren Freigängern war das immer so. Nur die Hunde, die kommen natürlich mit, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema …Liebe Grüße Dir von Ev, die hofft, dass Du Dich nicht selbst zu sehr unter Druck setzt!

  4. ich hab zwar keine freigänger, aber meine beiden werden auch von verwandten morgens gefüttert und bissi beschmust und dann wird abends noch mal nach dem rechten gesehen. bei uns hat das vollkommen genügt, man muss aber dazu sagen, daß ich 2 katzen habe. die haben dann tagsüber sich gegenseitig. wenn katze allerdings freigängerin ist, wird sie sowieso meist draußen sein und sich nicht alleine in der wohnung langweilen, oder?ich denke also, daß der „versorgungsplan“ zusammen mit der nachbarin genügt.

  5. Also für eine eigensinnige Freigängerin ist eingesperrt zu sein vermutlich das Schlimmste überhaupt. Von daher scheidet Tierpension und Tochter-Unterbringung aus. Urlaub zu nehmen ist aber auch Quatsch, da Kätzi vermutlich sowieso die meiste Zeit des Tages auf Katzenpfaden wandelt. Wenn Kätzi eine Ktzenklappe hat, würde ich die Hilfe der Nachbarin in Anspruch nehmen und nur jeden zweiten Tag hinfahren und nach dem Rechten schauen. Für Notfälle bekommt die Nachbarin Ciarans Telefonnummer.Kätzi wird nicht verhungern, wenn sie nur einmal am Tag was zu essen bekommt (sie scheint sich ja eh ganz gut selbst versorgen zu können)An Liebesentzug wird sie auch nicht eingehen, da gebe ich Ev völlig recht, Katzen, erst recht Freigänger, sind in seelischer Hinsicht wesentlich weniger von uns abhängig, als wir uns das vielleicht wünschen…Liebe GrüßeTina

  6. Hallo ihr Lieben,vielen Dank für euren Rat! Ihr habt mich sehr beruhigt.Kätzi hat eine Katzenklappe und ein Katzenhaus im Garten, sie kann sich also überlegen, ob sie drinnen oder draußen ein Schläfchen halten möchte (allerdings findet sie das Katzenhaus zur Zeit „uncool“, glaube ich).Mal schauen, wann die endgültige Entscheidung feällt – noch haben meine Eltern ihren Urlaub nicht gebucht.Ich werde euch auf dem Laufenden halten!Liebe Grüße und noch einmal danke!Ciaran

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