Anfängerprojekte sind eben Anfängerprojekte

Woran ich regelmäßig beim Stricken scheitere, ist Folgendes:

Ich will etwas stricken, das schnell fertig ist, mich nicht überfordert und hinterher toll aussieht. Also nehme ich dickes Garn, dicke Nadeln und suche mir ein einfaches Projekt aus…

Am Anfang komme ich schnell voran und bin hellauf begeistert. Nach einigen Tagen stelle ich dann fest, dass mein WIP zwar Form annimmt, aber niemanden aus den Socken haun wird. Nach weiteren Tagen knirsche ich mit den Zähnen und frage mich, ob ich weiterstricken soll, denn das Ganze sieht so aus, als hätte es die 6jährige Tochter meiner Cousine gestrickt. Ich stricke noch ein, zwei Reihen und schäme mich inzwischen, jemals daran gedacht zu haben, das olle Ding meiner Oma zu weihnachten zu schenken.

Was lerne ich daraus? Schnell und einfach ist selten schön oder kunstvoll. Zumindest nicht, wenn ich es fabriziere. Also sollte ich einfach mal umsteigen, nur noch Nadelstärken kleiner/gleich 5 wählen und passendes Garn aussuchen. Und ein passendes Projekt. Und dann müsste ich es auch wirklich anschlagen und fertigstricken!!!

Aber, ihr wisst, wie das ist, dann erliege ich wieder Garn wie diesem und wähle ein schnelles, einfaches Anfängerprojekt mit dicken Nadeln… Es wird wohl niemals zu solch traumhaften Sachen wie dem Valpuri oder Camden kommen. Vielleicht schaffe ich es mal bis Tempting, aber wahrscheinlich wird es maximal dazu kommen, dass ich dreißg Mal einen Pullover aus diesem Buch anschlage und ihn doch nie fertigbekomme.😦

9 Kommentare

Eingeordnet unter Stricken

9 Antworten zu “Anfängerprojekte sind eben Anfängerprojekte

  1. dran bleiben, Krabbe, das wird schon
    vielleicht ab und zu ein Miniprojekt einschieben wg des Erfolgserlebnisses
    *du schaffst das

    liebe Grüße aus noh
    kerstin

  2. Veronika

    Bravo – schön geschrieben! Könnte auch ein Schwank aus meinem Leben sein!🙂

  3. Zum Stricken, Häkeln und Klöppeln bin ich wohl vor 9 Jahren das letzte Mal gekommen. Dann wurde meine Tochter geboren und alles wurde anders. Die Tage sind irgendwie kürzer seitdem😉
    LG Takinu

  4. Ich stricke nur vorm Fernseher, daher suche ich mir ohnehin leichte Strickmuster und irgendwas Kleines als Ziel aus. Es dauert so oder so schon ewig ;0))

  5. Puh, da bin ich ja erleichtert, dass es anderen auch so geht!😉

    Ich werd’s versuchen, Kerstin! Vielleicht wirds ja in NOH dann besser!😉

  6. VErsuch es doch mal nicht mit groben Garn und Dicken Nadeln, sondern mit einem kleinen Endergebnis.
    Wie wäre es mit einer Handysocke, ner kleinen Tache oder ähnliches. Solche Sachen sind schnell fertig und man sieht schnell ein Erfolgserlebnis

  7. Hallöchen,

    nicht aufgeben! Stricken ist Übungssache. Strick doch mal einen Bactus. Der sieht toll aus und ist gar nicht schwer…🙂
    Liebe Grüße,

    Steffi

  8. Hallo ihr Lieben,

    es geht mir ja gerade darum, nichts Leichtes zu stricken. Ich habe schon so viele Anfängersachen gestrickt. Die sehen auch immer aus wie Anfängersachen. Man sieht Handysocken und dem Baktus leider immer an, dass es total einfach war, das Ganze zu stricken. Das möchte ich eben nicht.

    Diese leichten Sachen, die fange ich immer an und finde sie dann doof. Sie sind mir ja inzwischen sogar zu leicht, ich trau mich nur nicht an etwas anderes heran.😦

    Liebe Grüße,
    Krabbe

  9. Z-Hörnchen

    Komisch, ich stricke besonders gern leichte Sachen. Ich weiß, dass Lochmuster toll aussehen und Zopfmuster einen Pullover erst richtig zum Strahlen bringen. Aber ich weiß auch, dass die Wolle für einen ganzen Pullover verdammt teuer ist, wenn man was anständiges will, und dass niemandem geholfen ist, wenn ein Rückteil, ein Vorderteil und ein Ärmel in meiner Kiste versauern, weil das Muster so nervig zu stricken ist, dass ich auf den zweiten Ärmel keine Lust mehr habe. Ich habe ja schon bei Socken das „second sock syndrome“.
    Ich glaube, du solltest deinen Blickwinkel verändern. Nur weil DU weißt bzw. meinst, dass dein Strickwerk einfach zu stricken war, sehen viele andere (vor allem Nicht-Stricker) das ganz anders :o)
    Ich habe mich darauf verlegt, kurze bzw. kleine Projekte zu stricken, die schnell genug fertig werden, bevor sie mich langweilen, und damit sie nicht aussehen wie „schnell und billig“, mache ich zweierlei:
    – ich bemühe mich um ein perfektes Maschenbild und perfekte Passform (schwer genug!!)
    – ich spare absolut nicht am Material. Die schönste, weichste, teuerste Wolle ist gerade gut genug. Wenn man in die Wolle verliebt ist, ist es völlig egal, wenn man nur eine „glatt rechts“-Mütze draus gemacht hat. Es ist dann die schönste Mütze der Welt. Lass die Wolle für sich sprechen und mach dich frei von deiner Anspruchshaltung. Stricken soll Spaß machen!!

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