Gestrandet

Ich bin in einer fremden Stadt gestrandet, ohne akzeptable Internetverbindung. Was zuerst nach zwei Wochen Erholung im Hotel klang, hat mich heute beinahe zur Verzweiflung getrieben…

Mein Beruf bringt es mit sich, dass man zwischen zwei und unendlichen vielen Malen im Jahr in eine andere Stadt geschickt wird. Das macht mir generell viel Spaß, ich genieße es auch, abends entspannt im Hotel zu sitzen, nicht bügeln zu müssen, und stattdessen ein gutes Buch zu lesen. Oder eben im Internet zu surfen.

Aber dieses Mal ist alles erschreckend anders: In meinem Hotel gibt es nur zwei Gäste – mich und noch jemanden. Die andere Person habe ich noch nicht gesehen. Das ist irgendwie seltsam. Vielleicht gibt es gar keinen anderen Gast? Vielleicht sagt man mir das nur? Vielleicht geschehen hier nachts seltsame Dinge auf den Fluren?

Mir fallen gerade ziemlich viele unheimliche Hotel-Filme ein und ich überlege, ob ich über meinen Aufenthalt als einziger Gast ein Buch schreiben soll…

Natürlich ist es hier nicht schlimm, im Gegenteil. Das Zimmer ist nett, das Frühstück üppig, die (einzige?) Angestellte sehr freundlich und hilfsbereit. Aber komisch ist das schon, als fast einziger Gast…

Zum Glück funktioniert mein Internet nun doch noch, wenn auch eher schlecht als recht. Aber so fühle ich mich zumindest noch nicht ganz vergessen auf weiten, dunklen Hotelfluren…😉

Vorhin, nach der Arbeit, bin ich einmal den Stadtring entlang gefahren und habe im erstbesten Drogeriemarkt Handcreme und „Feinsöckchen Classic, 20 Den“ gekauft. Schrecklich, solche Söckchen, gehören aber leider zum Business-Outfit dazu. Inzwischen werfe ich die Dinger sogar in die Waschmaschine und den Trockner (ohne Wäschesack), früher habe ich sie angstvoll mit der Hand gewaschen, damit sie bloß keine Laufmasche kriegen.

Beim Bezahlen meiner Schätze zauberte die Kassiererin irgendwoher noch einen Gratis-Nassrasierer hervor. Irgendwie seltsam. Aber immerhin passts perfekt zum Cover des Buchs, das ich gerade durchgelesen habe.😉

5 Kommentare

Eingeordnet unter Blogging, That's Life!, Unterwegs

5 Antworten zu “Gestrandet

  1. Einen Anfang für dein Buch hast du heirmit schon vorgeschrieben. Und da es ein Krimi oder so sein wird passt ein Gratis-Nassrasiere perfekt dazu ;0))

    Lass dich nicht gruslen!

    Liebe Grüße

    von Olga

  2. Meine Güte – da gruselt’s einen ja beim Lesen 😉
    Komm heil wieder nach Hause.

    Liebe Grüße,
    Kerstin

  3. Sal

    Hihi, bisher habe ich mich nicht in den endlosen Fluren verlaufen und ich habe auch noch kein Geister-Zimmermädchen gesehen… aber gehört!😉 *lach*

  4. *grins* das kannst du in einem Extra-Kapitel ganz genau beschreiben ;0)

  5. Sal

    Vielleicht erlebe ich ja in den nächsten Tagen noch das ein oder andere für ein paar Kapitel.😉

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