Manche Träume sollten besser nicht wahr werden

Zur Zeit habe ich Schlafprobleme. Oder genauer: Traumprobleme. Im Gegensatz zu früher falle ich abends todmüde ins Bett, schlafe relativ schnell ein und dann geht’s los und ich träume. Ich habe gar nichts gegen Träume, aber im Moment ist es eher so, dass ich keine Tiefschlafphase mehr erreiche – oder zumindest gefühlt keine Tiefschlafphase mehr habe.

Bis vor einigen Tagen habe ich geschlafen wie ein Stein. 6 Stunden am Stück. Schlimmstenfalls bin ich eine Stunde vorm Weckerklingeln kurz wach geworden und konnte dann traumlos weiterschlafen. Doch seit ein oder zwei Wochen träume ich nur noch, werde zwischendurch ständig wach, verbringe die Nacht eher in einem Dämmerzustand. Und die Träume sind überhaupt nicht angenehm, sondern verwirrend, beunruhigend oder verängstigend. Ich will dann wach werden, kann es aber nicht, träume im Halbschlaf noch weiter. Die Nächte nutzt mein Unterbewusstsein nur noch zum Verarbeiten und ich bin inzwischen noch müder als sonst.

Dunkel kann ich mich daran erinnern, dass ich solch eine Phase vor vielen Jahren,  schon einmal hatte. Damals war definitiv die Arbeit der Auslöser und zu den Träumen kamen noch Dauer-Magenschmerzen. Damals kündigte ich und meine Nächte wurden wieder ruhiger.

Ich kann nicht sagen, dass ich mit meinem jetzigen Job unglücklich bin, aber manchmal spielt die Arbeit schon in meine Träume herein. Ich muss dazu sagen, dass ich beruflich oft mit Situationen konfrontiert werde, die man im Alltag nicht erlebt. Ich begegne Menschen in Umständen, die man meist nur aus dem Fernsehen kennt. Und oft kann ich am Ende des Tages nicht abschalten.

Meine Kollegen sagen, dass das auch daran liegt, dass ich diesen speziellen Job noch nicht sehr viele Jahre mache. Sie sagen, dass sich die Betrachtungsweise ändert. Dass man nach Feierabend irgendwann nicht mehr über die Arbeit nachgrübelt.

Kennt ihr das auch? Oder bedeutet „Feierabend“ für euch, dass die Arbeit bis zum nächsten Tag vergessen ist?

 

Waelti hat mir diese Seite empfohlen: PaperC. Dort habt ihr Zugriff auf kostenlose E-Books. Danke dir für den Tipp, Waelti!

 

4 Kommentare

Eingeordnet unter That's Life!

4 Antworten zu “Manche Träume sollten besser nicht wahr werden

  1. Hi Sal,

    (thx für den Link🙂 )

    Hast Du irgendwann man ein ganz einfaches Thema?

    Es geht mir häufig ähnlich. Sehr viele Träume als Folge von sehr viel Informationen, Emotionen, Veränderungen. Naja, ich habe in den letzten 4 Jahre mehr verändert als in den knapp 46 Jahren davor…

    Es wechselt sehr stark zwischen Phasen mit maximal 3 Stunden Schlaf am Stück und – wie die letzten Tage – auch 6 bis 7 Stunden. Ganz wichtig ist bei mir persönlich, dass ich jeden Tag etwas Richtung meiner Ziele unternehme. Ob das 1 Minute oder 1 Stunde dauert, ist egal.

    Unglücklich mit meiner jetzigen Situation? Seltsamerweise nicht. Der „Durchschnittsbürger“ würde die Hände über´m Kopf zusammenschlagen. Ich finde es meistens einfach cool. Cool so gemeint – ich geniesse Dinge wie ein interessantes Gespräch, einen netten Artikel oder wenn bei einem Lied ein Lächeln, gar ein Lachen mein Gesicht ein bisschen verändert. Dinge, die ich Früher nicht beachtet habe.

    Die Kollegen haben (höchstwahrscheinlich) Recht. Die Gefühle werden sich verändern. Bei / zu allem, was wir tun. Ob es nötig ist, dass diese Veränderung stattfindet, kannst nur Du entscheiden. Bei manchen Dingen stumpft man ab. Andere betrachten wir – mit etwas Abstand – neutraler. Und, vielleicht, trotzdem realistischer. Das hängt von Deiner jetzigen Realität ab. Wie gross sind die Unterschiede, bzw. wie gross müssten die Unterschiede in einer gedachten Zukunft sein, damit es nichtmehr – oder doch deutlich weniger – belastet.

    Eine Trennung zwischen Arbeit und Freizeit kenne ich nicht wirklich. Alles ist Teil von meinem Leben. Zum Unmut von Ex-Partnerin, Sohn und Tochter.

    Ob die vergangene Situation mit der jetzigen vergleichbar ist? Wenn es viele Ähnlichkeiten gibt, wird das Gehirn ein „Ja“ melden. Doch, wie war das mit Korrelation und Kausalität😉

    So, genug kompliziert geschwafelt. Ich habe eh keine Ahnung.

    Ich habe heute über folgendes Problem gegrübelt:

    Frau geht (mit dem Partner) einkaufen. Frau braucht zu lange. Aus Sicht des Partners. Kennen wir ja alle.

    Beispiel Schuhe. Meine Frage: Sieht sich eine Frau beim Schuhe kaufen in verschiedenen Situationen. Also in verschiedenen Situationen, in der Sie diese Schuhe trägt?

    Männern gefällt ein Schuh. Jetzt im Moment. Oder eben nicht. Wenn da jemand eine Idee hat, könnte ein interessanter Artikel werden.

    Ich geh zwar noch nicht ins Bett, trotzdem allen eine Gute Nacht. Und mindestens 6 Stunden Schlaf am Stück. LG

  2. Hallo Sal,

    wer nach Feierabend direkt abschalten kann, dem kann die Arbeit nicht sonderlich wichtig sein. *find
    Es ist normal, dass man sich nochmal Gedanken über das Tagesgeschehen und Erlebtes macht oder an kommende Aufgaben denkt usw.

    Um was es sich bei dir handelt, weiß ich natürlich nicht, aber es sollte sich nicht so dermaßen stark auf deinen Schlaf auswirken. Weil, guter Schlaf ist wichtig. Diese verstärkten Träume sind auf jeden Fall irgendein Zeichen, wo du nochmal in dich reinhorchen solltest. *find

    Alles Gute wünscht Dir SONBlume🙂

    P.S. Ich lese ab und an mal in deinem Blog und mir war danach dir hier mal zu antworten.

  3. denke einfach an den guten Spruch: „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ und denke zu Hause einfach an etwas völlig anderes und treffe sich mit den Leuten, mit welchen zusammen zu sein dir einfach nur Spass macht. Das lenkt von den trüben Gedanken einfach ab und am Ende stelt man immer wieder fest, dass es einem eigentlich gar nicht so schlecht geht, wenn man die Geschichten anderer Leute anhört.

  4. Ach herrje, das tut mir Leid… ging mir früher ähnlich, da hab ich alles zu nah an mich ran gelassen und konnte es dann nicht verarbeiten, wenn sich etwas verändert hat. Eine Omi hatte ich z.B. quasi adoptiert, wir stammten ursprünglich aus der gleichen Ecke und verstanden uns wie Faust auf Auge. Als sie dann starb, brach für mich fast eine Welt zusammen…

    Inzwischen habe ich Abstand gefunden, und das Witzige ist, dass ich alles Private vergesse, sowie ich aus dem Haus gehe (also auch, beim Zahnarzt einen Termin zu machen…) und alles Berufliche, sowie ich mich wieder ins Auto setze, so dass ich völlig fassungslos auf dem Beifahrersitz die mitgenommene Post entdecke, wenn ich schon in die Garage gefahren bin… tssss

    Es kann nur besser werden! Aber versuche bewusst zu entspannen! Mach abends noch einen Spaziergang oder nimm ein schönes Bad – das hilft!

    Liebe Wochenendgrüße – Sunsy

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