CARPE DIEM: How Not To Waste Your Time

Wie oft geht man abends ins Bett und ärgert sich darüber, dass man wieder nur die Hälfte der Dinge geschafft hat, die man schaffen wollte? Oder noch schlimmer: Wie oft ärgert man sich am Ende des Tages darüber, nicht die Dinge getan zu haben, die man gern tun wollte?

Dabei sind es oft Kleinigkeiten, die einen von dem abbringen, was man gern getan hätte. Häufig ist das Fernsehprogramm schuld oder der PC. Obwohl es nichts zu sehen bzw. zu tun gibt, hält man sich ewig mit einem bestimmten Programm auf oder surft ziellos durchs Internet. Warum aber hört man nicht einfach auf sich mit diesen „Zeitverschwendern“ zu befassen, sobald sie nichts Interessantes mehr bieten?

Häufig wird der Zeitpunkt nicht erkannt, an dem es nichts Nützliches mehr aus einer Beschäftigung zu gewinnen gibt. Man denkt bei sich, dass es durchaus möglich sei, in den nächsten Minuten doch noch auf etwas Spannendes zu stoßen. Außerdem ist es ja gerade so bequem… Zwar wollte man sich schon ewig mal etwas Kleidsames nähen, aber man müsste erst aufstehen, die Nähmaschine aufbauen, das richtige Garn finden… Ein Blick auf die Uhr überzeugt dann schnell: Es ist eh schon viel zu spät, um damit anzufangen.

Die Bequemlichkeit hat uns oft besser im Griff, als wir denken. Die Müdigkeit, wenn wir gerade von der Arbeit nach Hause kommen, tut ein Übriges. Man ist noch zu geschafft vom Tag, um sich schon auf dieses oder jenes konzentrieren zu können. Erstmal bei etwas „Hirnlosem“ entspannen, schließlich kann man später immernoch lesen/stricken/nähen/basteln/…

Wenn man sich einmal selbst beobachtet, wird schnell klar, womit man die Zeit verschwendet. Sind die „Zeitfresser“ erst einmal erkannt, kann man sich nach einer Lösung umsehen. Es wäre zum Beispiel denkbar, sich ein Mengen- oder Zeitlimit zu setzen:

  • eine TV-Serie pro Tag/Woche
  • zwei Stunden im Internet surfen am Tag
  • den Mittagsschlaf um eine halbe Stunde verkürzen

In der Praxis ist so ein Limit manchmal schwer umzusetzen, da jeder von uns anders ist. Der eine kann genügend Disziplin aufbringen, um sich selbst von seinen Zeitfressern zu lösen. Dem anderen hilft es, die gesamte Woche zu planen und anhand von Listen Schritt für Schritt alles abzuhaken was er machen muss und was er tun möchte. Wieder anderen genügt es, täglich eine bestimmte Zeit für sich selbst zu reservieren.  Hilfreich für andere  ist vielleicht auch die Timerfunktion am TV, die das Geflimmere nach einer Stunde (oder zwei) rigoros beendet oder auch eine simple Eieruhr, die einem nach 30 Minuten mitteilt, dass die Zeit für’s Websurfing nun um ist.

Eigentlich überrascht es mich selbst immer wieder, wie schnell wir uns von unbefriedigenden Beschäftigungen die Zeit rauben lassen, obwohl es doch so einfach wäre, endlich mal wieder etwas in Angriff zu nehmen, von dem wir am Ende des Tages sagen könnten: Schön, dass ich dafür endlich mal wieder Zeit hatte!

So, ich bin jetzt offline, werde mir einen Tee kochen und noch eine halbe Stunde handarbeiten, bevor ich zu Bett gehe, denn darauf freue ich mich schon den ganzen Tag.🙂

7 Kommentare

Eingeordnet unter That's Life!, Wissen

7 Antworten zu “CARPE DIEM: How Not To Waste Your Time

  1. Hi Sal,

    wie übersetzt Du Carpe Diem. Nutze den Tag. Oder eher geniesse den Tag? Ich versuche beides zu verbinden.

    Ja, ich vertrödle viel Zeit. Mit dem Planen und Einschränken hat das nie so richtig funktioniert. Am besten hilft mir – das, was man im Moment tut wirklich bewusst tun. Bei vielen Dingen machts keinen Spass. Bei Fernsehprogrammen, DVD´s und manchen anderen Sachen.

    Mal sehen, wie weit ich das die nächsten 30 Jahre noch verbessern kann🙂

    Zumindest versuch ich wenig zu planen. Ich war eher so wie „die Russen gehen nicht mal auf´s Klo, ohne einen Plan“😉

    (Jagd auf Roter Oktober. ca. 15 Mal gesehen. Ist das unnötig?)

    Sende ich Grüsse.

  2. Ach Mensch, vor mich alle für (ganz) bescheuert halten:
    Das 15 Mal ankucken hat schon einen Grund. Ich sehe NICHT fern. Nur ab und zu DVD. Ganz wenig Filme. Und ich bin fasziniert, wieviele Dinge ich jedesmal neu wahrnehme.

    Das selbe versuche ich auch bei Menschen. Mehr vom Anderen wahrnehmen.

    Übrigens habe ich mal 4 Jahre meines Lebens:
    Keine Zeitung gelesen.
    Kein Radio gehört.
    Kein Fernsehen. Und auch keine DVD😉
    Ganz wenig Internet.

    Es macht mich nachdenklich, dass dies damals keinem Menschen aufgefallen ist. Und alle Reden von Informationsflut.

    Wenn ich das nächste Mal Siddhartha lese, fallen mir sicher auch wieder neue Dinge auf. Keiner steigt zwei mal in den selben Fluss.

  3. Ja, kenn ich. Drum sitz ich auch schon den ganzen Vormittag vorm PC anstatt mich endlich mal hinters Spanisch-Buch zu klemmen. Jetzt aber!
    Lieben Gruß vom Platypus

  4. Wie buchstabiert man „Mittagsschlaf“? Das Wort ist aus meinem Wortschatz schon lange verschwunden :0)) Ansonsten gönnen ich mir die Faulheitsinsel ganz bewiusst, denn sonst gehe ich vor lauter Aktivitätetn irgendwann mal richtig krachen ;0)

  5. Tja, ich reihe mich mal ein😉
    Wenn ich mir nicht echt eine kleine Liste mache, von den Dingen, die im Haushgalt zu tun sind – und zwar schriftlich, nicht bloß im Kopf – dann lasse ich mich so dermaßen schnell ablenken, daß sich dann wieder mal 3 Tage lang die Holzbrettchen vom Frühstücken neben der Spüle stapeln…
    *seufz*

    Liebe Grüße,
    Kerstin

  6. Sal

    Hallo ihr Lieben!

    es beruhigt mich, dass ihr das auch kennt.
    An manchen Tagen lassen sich die Zeitfresser prima umgehen an anderen nicht.
    Ihnen zu 100% aus dem Weg gehen kann man aber nicht.

    Liebe Grüße und euch allen einen schönen Adventssonntag!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s