Was hat dich zum Bloggen gebracht?

Bei The Daily Post stellt sich die Frage, warum man mit dem Bloggen begonnen hat. Warum habt ihr also mit dem Bloggen begonnen? War es zuerst nur ein Testlauf? Oder wolltet ihr mit entfernten Verwandten in Verbindung bleiben? Wolltet ihr Projekte vorstelle und Feedback erhaten?

Ich glaube, ich habe 2007 mit dem Bloggen begonnen. Vielleicht war es auch 2006, ich bin mir nicht mehr sicher. Ich litt zu diesem Zeitpunkt unter extremen Versagensängsten und meine Gedanken drehten und drehten sich im Kreis. In meinem allerersten Blog schrieb ich über meine Sorgen und war dankbar über jedes Feedback, das ich erhielt.

Als die schwierige Phase endlich überwunden war, entschied ich nach einigen Monaten Blog-Pause, dass es nun Zeit für etwas Neues wäre. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon viele Anregungen und Ideen in anderen Blogs gefunden und da ich nun endlich das Stricken lernen wollte, begann ich über meine ersten Gehversuche mit Garn und Stricknadeln zu bloggen. Überraschenderweise hatte dieses Blog richtig guten Erfolg und die Leserinnen halfen mir oftmals weiter. Allerdings setzte der Erfolg mich irgendwann unter Druck. Das Blog war in einer Infosendung im TV kurz eingeblendet worden, ich hatte viele Besucher und wollte natürlich, dass es so bleibt. Ich schrieb täglich 1-3 Beiträge. Nebenbei war ich Moderatorin und Administratorin in mehreren Foren, so dass die Online-Zeit immer mehr wurde.

Inzwischen habe ich das alles heruntergeschraubt. Ich blogge nicht mehr täglich, sondern nur noch dann, wenn ich Zeit und Lust habe. Auch bin ich nicht mehr krampfhaft bemüht, ausschließlich über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Nach wie vor freue ich mich am meisten über euer Feedback und über die „Online-Freundschaften“, die sich im Laufe der Jahre ergeben haben.

Wie ist es bei euch?

6 Kommentare

Eingeordnet unter Aktionen & Veranstaltungen, Blogging

6 Antworten zu “Was hat dich zum Bloggen gebracht?

  1. Ich wollte eigentlich nur schreiben :0)) Vor 4 Jahren (habe grade Bloggeburtstag gefeiert :0))) ) habe ich damit bei 360° von yahoo angefangen. Ich weiss, dass meine Lesegemeinde seit dem Umzug auf die eigene Homepage um einiges zugenommen hat und das sport mich an, öfter ein paar Einblicke in unser Leben zu gewähren :0)) Probleme kommen da allerdings nicht hin, die bespreche ich lieber mit Familie und Freunden unter vier Augen ;0))

    • Sal

      Mit dem „Von-Problemen-Berichten“ bin ich inzwischen auch vorsichtig. Man glaubt es zwar nicht, aber im www rennen doch manchmal Psychos rum, die es auch auf uns „kleinen, harmlosen Blogger“ abgesehen haben.
      Aber manches stelle ich doch zur Diskussion, denn manchmal können Außenstehende eine Situation doch besser beurteilen, als man selbst.

      LG, S.

  2. Hm, wie bin ich zum bloggen gekommen…

    lange Geschichte. Beginnt so im Jahre 2003 / 2004.

    Nach reiflicher Analyse (ich analysiere fast alles) erschien mir Nucleus als nützliches Werkzeug. Habe ich dann im Firmenintranet und auf der Firmenwebseite eingebaut.

    Im Intranet habe ich so nach und nach 100te Artikel geschrieben. Über mein Wissen über EDV, logische Firmenstrukturen, die Produkte, Kunden und allem Pipapo.

    Später bin ich auf den Zug aufgesprungen „mit Bloggen Geld verdienen“. Mit sehr wenig Erfolg. (Ich habe wahrscheinlich schon mehr Artikel von mir gelöscht, als die Meisten jemals schreiben🙂 ). Was erzählt wird, und das, was ist, stimmt nur in ganz wenigen Punkten überein.

    Inzwischen verteile ich meine Artikel so auf etwa 8 Blogs. Schreiben ist oft die einzige Möglichkeit, mich mit meiner Umwelt auseinanderzusetzen. Im direkten Kontakt ist es meistens schwierig, bei geschriebenem Text oder am Telefon fällt es kaum auf, dass ich Signale, die nicht „Text“ sind, anscheinend kaum verstehe. Vmtl. sowas wie Asperger. Erschwerend noch – ich mag schnelle Veränderungen. Technisch. Aber nicht bei meiner Umwelt, und zu der gehören eben die Menschen auch. War zuerst grosse Freude über Dein neues Blog, dann erstmal einige Stunden Panik: da hat sich was verändert, wie stelle ich mich darauf ein?

    Auf mehrere Blogs verteile ich meine Gedanken, weil die Texte teilweise etwas kontrovers sind. Ich denke meistens genau andersrum wie der „gewöhnliche“ Mensch. (Bratkartoffeln gibt es, weil jemand Feuer und Pfanne entdeckt hat. Wir leben auf unserer Erde, weil die Bedingungen dies ermöglichen. Nicht – die Bedingungen auf der Erde sind so, damit wir hier leben können. Usw. usf.). Wäre alles auf einem Blog, dann würden die Leser lediglich die Hände überm Kopf zusammenschlagen…

    (Vielleicht veröffentliche ich mal meine Schlussfolgerungen zu Zeno´s Paradox🙂 )

    Momentan analysiere ich die Aussagen darüber, wie wichtig z.B. ein Blog für Unternehmer ist, wundere mich über die (etwas) andere Realität, und will daran ein bisschen was ändern🙂. Genauso wie Aussagen zu SEO und andere technische Dinge, die, naja, einfach nicht stimmen können. Es war einfach, > 2000 Follower bei Twitter zu bekommen. Wäre es bei Facebook vermutlich auch. Der Sinn hat sich mir allerdings noch nicht erschlossen😉

    Menschen lernen Muster. Wenn die Muster einmal gelernt sind, dann wird das gelernte halt angewendet. Und wenn das Muster heisst – möglichst viele Menschen erreichen, dann wird dies auch befolgt. Auch wenn der ursprüngliche Grund zur Ausbildung des Musters vielleicht nichtmehr existiert oder in einem anderen Zusammenhang gültig war/ist.

    Ja nun, wieder kurze knappe Sätze. Bloggen ist eine Möglichkeit, Menschen kennenzulernen. Ein bisschen verstehen und verstanden werden. Eine Möglichkeit, die ich „früher“ in meinen Leben nicht hatte.

    • Sal

      Waelti, ich glaub, du machst dir zu viele Gedanken darüber, dass du zu „kontrovers“ berichtest, zu durcheinander. Ich kann dir gut folgen, andere können das auch.🙂

      „Bloggen ist eine Möglichkeit, Menschen kennenzulernen. Ein bisschen verstehen und verstanden werden.“

      Gut gesagt. Da kann ich nichts mehr hinzufügen.

      LG, Sal

      • Hi Sal,

        ist oft durch die aussenwelt angestossen wenn ich mir gedanken mache. das ist eine rekursion, der am meisten gehörte satz ist „mach dir doch nicht soviel gedanken“. so etwa.

        was dann für mich die frage zur folge hat: „_warum_ soll ich mir nicht soviele gedanken machen?“🙂

        scheinst du teilweise auch zu kennen. und ich bin grad, na, irgendwie motivationstechnischer flatliner. gleiche ich durch blödsinn bei kuq aus😉

        Liebe Grüsse, Walter

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