Gedanken bei einer Tasse Tee

Heute war in vielerlei Hinsicht ein ereignisreicher Tag, im positiven wie auch im negativen Sinne.

Ich habe Seiten an mir entdeckt, die ich bisher nicht kannte und obwohl ich anschließend für meine Bestimmtheit Anerkennung erhielt, bin ich doch etwas irritiert und nicht sicher, wie ich diese Eigenschaft einschätzen soll. Aber ich erhielt heute auch ein großes Kompliment für meinen Charakter, so dass ich eigentlich davon ausgehen kann, dass meine Wirkung auf andere im Großen und Ganzen wirklich sehr positiv ist.

Im Radio gab es vorhin die Diskussion, ob man Menschen anmerken kann, ob sie Einzelkinder sind oder Geschwister haben. Ich bin nicht der Meinung, dass man das pauschalisieren kann – zumindest rate ich häufig falsch.😉 Im Radio hieß es, die soziale Kompetenz von Einzelkindern sei eher schlecht entwickelt, aber auch da sehe ich viele, viele Beispiele, bei denen das nicht zutrifft. Gibt es nicht immer solche und solche? Und liegt es nicht auch viel an der Erziehung, wie ein Mensch sich entwickelt? Ein Einzelkind mag mehr verwöhnt werden als andere, aber ist es deshalb nicht in der Lage, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden und Sozialkompetenz zu entwickeln? Oder andersrum: Kann es unter Geschwistern nicht auch einen ausgeprägten Egoisten geben? Kann man hier wirklich davon sprechen, dass das eine ein Vorteil für das Kind ist und das andere ein Nachteil?

Gestern habe ich Ostfriesentee gekauft. Der wird natürlich nur mit Milch getrunken. Ich nehme generell sehr viel Milch zu mir, täglich mindestens 1-2 Gläser. Milch muss in den Schwarzen Tee, in den Kakao, über die Cornflakes, in den Cappuccino, übers kleingestückelte Brötchen („Brötchen mit Milch“). Und zwar H-Milch mit 3,5% Fett. Weniger darf in Milch nicht sein, schmeckt ja sonst wie Wasser.

Soviel zu meinen „Gedanken bei einer Tasse Tee“.🙂 Worüber denkt ihr gerade nach?

7 Kommentare

Eingeordnet unter That's Life!

7 Antworten zu “Gedanken bei einer Tasse Tee

  1. Hi Sal,

    cool gemacht – der Aufbau. So mit der Gebrauchsanweisung für den Tee am Schluss.

    Schlägst Du mich, wenn ich meinen Tee mit Zitrone(nsaft) trinke?

    Neue Seiten an sich entdecken ist was Großartiges. Für mich bedeutet es zumindest, da ist jemand auch zu Veränderungen bereit. Und reflektiert sich selbst. Mit dem Begriff „Charakter“ habe ich ein bisschen Probleme. Persönlichkeitseigenschaften werden oft als festgelegt, meinetwegen zementiert, betrachtet. Ist wohl häufig so, doch wohl nicht generell?

    Bestimmtheit, das geht wohl nur mit einem dicken Fell. Dies unter der Annahme – Du bist (eventuell, unter Umständen, möglicherweise🙂 ) vielleicht nicht immer mit Deinen Mitmenschen einer Meinung – und stehst dazu? Wenn Charakter so definiert wird, dann mag ich das.

    Natürlich haben Einzelkinder weniger soziale Kompetenz, das ist doch vollkommen klar:

    Wenn ich „egoistische“ Einzelkinder im Gedächtnis suche, dann fallen mir schon welche ein. Bei Gruppenkindern eher nicht, das mag auch damit zusammenhängen: Es gibt viel Mehr davon ??🙂

    Aber, das wäre ein längere Diskussion. Und nochmal – geht das, wenn der Schwabe seinen Tee mit Zitrone trinkt?🙂🙂

    Wünsch Dir einen schönen Abend!
    Grüsse / Walter

    • Sal

      Hallo, lieber Waelti!🙂

      Du kannst deinen Tee auch mit Zitronensaft trinken. Oder mit Honig (vor allem bei Fencheltee sehr zu empfehlen). Ich trinke meinen ja auch nicht nur mit Milch, sondern manchmal gar mit Schlagsahne.🙂

      Das mit den Einzel- und Geschwisterkindern finde ich extrem interessant, weil ich einfach viele Beispiele kenne, die sich da nicht in die gängigen Schubladen packen lassen.

      Warum sollen Einzelkinder weniger Sozialkompetenz haben? Leben Einzelkinder denn vollkommen isoliert vom Rest der Menschheit? Haben sie keine Freunde? Eltern? Tanten? Onkel? MITMENSCHEN?
      Werden Einzelkinder nicht zu Hilfsbereitschaft, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit erzogen?

      Ich kenne Menschen, die sind kaum allein überlebensfähig in der Gesellschaft. In diesem Fall Geschwisterkinder. Auf sich allein gestellt geht nichts mehr. Es missglückt dann gar, das Auto zur Inspektion zu bringen und anschließend wieder abzuholen, wenn niemand da ist der fragt: „Bist du sicher, dass du den Wagen um 19:30 noch abholen kannst?“ Darauf die Antwort: „Keine Ahnung, ich weiß nicht, wie lange die aufhaben, das ist ja nur eine sehr kleine Werkstatt.“ Argh.

      Andererseits gibt es das natürlich auch bei Einzelkindern, aber von denen erwartet man das ja irgendwie, dieses „Nichts-Allein-Können“:

      Und dann kommt doch mal jemand daher, der kompetent ist und ein klasse Sozialverhalten hat, und schon gehen alle davon aus, derjenige muss Geschwister haben. Wenn es dann nicht so ist, sind alle verwundert. Und/oder enttäuscht?

      Liebe Grüße

  2. Pingback: Tweets that mention Gedanken bei einer Tasse Tee « Sal Kaye -- Topsy.com

  3. Sal, Fenchelteeeeeee??

    Ich bin doch nicht krank! Zumindest nicht im oder am Bauch.

    Hach, musste erst einen Ambient Downbeats Sender einstellen, etwas runterkommen. Hab´ mich grad bei meinem Blogspot Internetauftrittblogversuch total verausgabt🙂

    Ja, die Betrachtung Einzelkind / Geschwisterkind ist interessant. Hab mir (beim chillen) so meine Gedanken gemacht. Erstmal wird es bei keinem Menschen ohne cognitive bias gehen. Einzelkinder sind verzogen, Spinat enthält viel Eisen und Schweine können fliegen…

    Was mir so duch den Kopf geht – sind die Unterschiede „jetzt“ (so die letzten 20-30 Jahre) deutlich geringer als Früher? Also, die geänderte Umwelt, mehr bemuttern (was ich nicht schlecht finde, korrekt vielleicht: früher manchmal zu wenig) aber das Bild, die Redensart ist geblieben??

    So kommt´s mir beim Nachdenken jedenfalls vor.

    Sende ich Grüsse. Mit´m Schwarztee und Zitrone🙂

    • Sal

      Also, ich lieeeeebe Fencheltee! Jetzt echt. Ich habe früher jeden Morgen eine Tasse getrunken, bevor ich zur Schule fuhr.

      Interessante These. Ich denke, du könntest damit recht haben. Die Gesellschaft hat sich nunmal geändert, ändert sich ständig.
      Ich bin ja auch ein Einzelkind (Tadaa! Überraschung! *hüstel* Na gut, ihr wusstet es längst) und ich kann ganz offen sagen: Ich hatte ganz klar Vorteile dadurch. Ich kann aber auch sagen: Ich kann keine Defizite an mir feststellen, die daher kommen könnten.
      Nee, ehrlich: Es ärgert mich, dass „wir“ Einzelkinder immer runtergemacht werden. Sind wir soooo schlimm?
      Mir hat es doch auch noch niemand angemerkt, kann man sich die Vorurteile über unsere „Schwächen“ nicht sparen? Stärken spricht man uns nämlich in der Gesellschaft nie zu.😦

  4. Also gut – Frauen trinken Fencheltee. Männer nicht! (Ganz klar, Vorurteil).

    Na, drüber nachgedacht (ob Du Einzelkind bist, für die Eltern bleibst Du immer Kind🙂 ) habe ich nach dem Artikel schon. Und – falls es Auffälligkeiten bei Dir gibt, dann kommen die wohl nicht daher🙂

    Reklamation habe ich aber doch. „Ich hatte ganz klar Vorteile dadurch.“ Kannste nich sagen. Das „Andere“ für Deinen Fall kennste ja nich😉 Lediglich Vergleiche mit Anderen. Hab ich recht, oder hab ich recht?

    Grüsse / Walter

    • Sal

      Ach, Waelti, aber natürlich gebe ich dir recht!😉

      Nun muss ich aber husch, husch ins Körbchen, ich bin schon viel zu lange auf, der blöde Wecker bimmelt doch wieder um 5… Argh.

      Nacht!

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